Fotos, Impressionen und Erzählungen von meinem Austauschsemester in Lyon (F).

lundi, décembre 11, 2006

Fête des Lumières - das Highlight des Jahres in Lyon

Donnerstag 7.12.2006

Am Mittwoch Abend kam mein erster Besuch dieses Wochenendes - Sascha. Er war mit dem Auto gekommen, um mein Gepäck nach Hause zu nehmen. Vielen Dank dafür, es war nämlich nicht wenig. Nun habe ich nur noch wenige Dinge da, die ich wirklich brauche, wie mein Computer beispielsweise. ;-)
Zusammen mit einigen Erasmusstudenten aus Deutschland und Holland erkundeten wir die beleuchtete Stadt.

Le chemin de la Lumière mit Kugeln zu Fouvière hin beleuchtet..

Dank Stativ sind solche Nachtfotos möglich. v.r.: Rona, Sascha, Tanja, Diew & ich am Quai der Saône

Wunderschönes Lichterspektakel an Fouvière-Hügel.


Im Vordergrund rechts die Kirche St. Jean, oben drüber Notre Dame de la Fouvière.


Blick von der Saône Brücke in Richtung Croix Rousse


Freitag, 8.12.2006


Meine Mutter und mein "Gotti" reisten an diesem Tag extra für die Fête des Lumières mit dem Bus an. Schliesslich hatte ich lange davon vorgeschwärmt.
Leider regnete es bei ihrer Ankunft in Strömen. Die Vorhersagen fürs Wochenende waren nicht besser.
Wir besuchten zuerst ein Seidenweber-Museum, wo man die alten Maschinen noch in Aktion bewundern konnte. Früher waren in Croix Rousse, einem Stadteil von Lyon, tausende von Seidenweber und anverwandte Berufe angesiedelt. Man spricht etwa von 40000 Beschäftigten in der Seidenboomzeit. Napoléon verschaffte Lyon den nötigen Aufschwung indem er die Seide als Kleidungsstück "einführte". Die Weberei von Hand ist sehr anstrengend und unendlich komplex. Tausende von Fäden waren bei der Maschine eingespannt, was mich ziemlich beeindruckte. Ich sprach dann den "Guide" auf die Schweiz an, ob sie früher auch für die Textilindustrie in St. Gallen produziert hätten. Da entgegnete er mir, dass Basel vor Lyon ein bedeutender Seidenweberstandort war und die Technik mit welcher die Webmaschine arbeite "à la Zurichoise" heisse.. ;-) Vive la Suisse!!!!

Am Abend nach einer feinen Pizza begaben wir uns in Richtung Zentrum, um das Lichtspektakel zu bewundern.


Das Hôtel de Ville im Innenhof: Speziellste Beleuchtung, wirkte fast wie angemalt.. Einmalig schön!!!


Die 2. Fassade im Innenhofe des Rathauses..


Place des Terreaux



Samstag, 9.12.2006

Ideal zur Fête des Lumières streikten die TCL (Transports Communals de Lyon) wieder einmal. Keine Métro, kein Bus und keine Trams fuhren an diesem Tag. Ideal, um sich die Stadt anzuschauen. GRRRRRRRR... Naja, wir wussten uns einigermassen zu helfen.. Taxis waren auch keine verfügbar, da wir nicht die Einzigen waren, welche eines benötigten.

Alternative Fortbewegungsmittel wenn keine ÖV fahren. Queen Christine and Entourage auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt ;-)


Am Weihnachtsmarkt kamen wir an einen Stand mit Nikolaus-Mützen.. Meine Mutter bevorzugte den Christbaum ;-) Doch, steht ihr eigentlich noch gut, wäre ev. ein potentielles Weihnachtsgeschenk :-D

Danke für die Genehmigung dieses Bild veröffentlichen zu dürfen, Mami ;-)






Vom Weihnachtsmarkt kamen wir eigentlich nicht mehr weg. Wir brauchten 1.5 h bis wir wieder zu Hause waren. Zum laufen war es zu weit, ÖV gab es nicht und Taxis waren sehr rar. Die Strassen waren verstopft und als wir dann endlich ein Taxi erwischten, standen wir lange im Stau. Ich ärgerte mich sehr, schliesslich wollte ich meiner Mutter und meiner Tante viel von der Stadt zeigen, was so überhaupt nicht möglich war. Ich war so wütend, dass ich mich sehr auf die Rückkehr in die Schweiz freute, da dort kaum jemals so was passieren könnte! Manchmal ist Frankreich schlimmer als jede Bananenrepublik!! ;-)

Nach der Ankunft in meiner Wohnung hofften wir, dass nun Murphy's Law genug für heute zugeschlagen hatte. Doch wir hatten uns zu früh gefreut. Sascha's Racletteofen hatte einen 3 Pol-Stecker, welcher in Frankreich nicht funktioniert. Es blieb uns also nicht übrig uns am Samstag um 17.30 Uhr ins Menschengemenge im Centre Commercial Part Dieu (gleich bei mir) zu stürzen. Zum Glück fanden wir dann im zweiten Laden einen Adapter, welcher dann auch funktionierte. Das Nachtessen war also gerettet.

Nach einiger Verspätung genossen wir ein feines Raclette mit Patricia und ihrem Freund Beni!


Danach machten wir uns wieder auf die Suche nach neuen Lichtspektakeln..


Im Hôtel Dieu (erstes Spital Lyons) wurden wir in der Unterwasserwelt empfangen..

Nach unzähligen lustigen Fotos mit den Quallen und der Schwierigkeit der langen Belichtung und des "Nichtbewegens" kehrten wir etwas fröstelnd in eine Bar ein..



Sonntag, 10.12.2006

Wunderschöner Blick von der Kirche Fouvière auf die Ville des Lumières

Cathédrale St. Jean in Vieux Lyon während der Lichtshow und im Hintergrund das grösste Riesenrad Europas (angeblich weltweit das Grösste) auf Place Bellecour

Die Perlenkette in Chapelle de la Trinité

Vorweihnachtsfeier in unserer WG

Pünklich zum 1. Dezember veranstalteten Patricia, Clemens und ich eine kleine Vorweihnachtsfeier mit Lebkuchen, Christstollen, Glühwein und vielem mehr. Clemens hatte einiges von Deutschland mitgeschmuggelt... :-)


Wir baten unsere Gäste sich in weihnachtlichen Farben zu kleiden. Einige haben sich daran gehalten.. Clemens hatte keine Verkleidung bei sich gefunden, also haben wir ihn kurzerhand zum Christbaum umgewandelt. Auf diesem Foto ähnelt er aber eher einem Pirate of the Carribean!! :-D



Steffi und Blandine aus meiner Klasse kamen als Weihnachtsfrauen und brachten einen "Brownie de Noël" mit.


Schon einige Gäste versammelt: Stéfanie, Axel, Tanja, Clemens, Alex, Christian, Patricia und Blandine



Christbaumkugeln als Schmuck - der neuste Trend?


Wir amüsierten uns blendend bis fast zum Schluss..

Unsere Runde mit Zuwachs: Thibaud, Thibaud, Marc, Blandine, Stéfanie, Tanja, Ben, Alex..



Auch ich durfte mal die tolle 1€ Mütze mit eingebauten Blinklichtern tragen.. Naja, diese Verkleidung überlasse ich lieber dem Nikolaus.. ;-)

jeudi, novembre 30, 2006

Christoph und Evy bei mir in Lyon

Quai de la Saône




Ja, das war eine Überraschung. Relativ kurzfristig meldete sich Christoph bei mir an. Er sei am Wochenende in Paris und könnte dann via Lyon heimfliegen ;-) Er hat mich dann am Sonntag nach dem Ausflug ins Beaujolais für vier Stunden besucht. Wir hatten nicht wirklich viel Zeit, aber ich konnte ihm trotzdem einiges von "meiner" Stadt zeigen. Danke nochmals für den Umweg!! ;-)





Stimmungsbild der Saône

Das Wochenende darauf hatte ich nochmals Besuch!! Evy wollte mal sehen, wie es sich denn so in Lyon leben lässt. Wir hatten ein sehr schönes, aktives Wochenende (die Abende waren waren deshalb eher ruhig). Wir besuchten den Park Tête d'Or und am Samstag waren wir shoppen ;)

Mmmh, so viele Steinpilze habe ich noch nie gesehen..



Als wir am Samstag Abend nach Hause kamen, hatten wir einen neue Mitbewohnerin.. Evy hat noch viele verschiedene Käsesorten au Lait Cru gekauft, die sie vor einem Jahr in Paris so oft gegessen hat und so haben wir erst mal einen Apéro mit allen Käsesorten, einwenig Brot und Rotwein gemacht.. Ganz à la française...


Mmmh, war echt lecker..


Eigentlich wollten wir ja Sushi essen gehen, aber nach diesem Apéro hatten wir erst mal keinen Hunger mehr.. ;-)


Aber unser eigentlich geplantes Sushiessen liess uns nicht ganz los und da wir den ganzen Tag kaum was gegessen hatten, war der Käse schlussendlich wirklich nur der Apéro. Gemeinsam mit dem flauschigen Kätzchen studierte ich dann die Sushikarte. ;-)





Tags darauf war Sightseeing angesagt. Mit dem Fahrrad erkundeten wir den schönen Park Tête d'Or und die Quais von Saône und Rhône. Mit dem Wetter hatten wir wieder einmal sehr glück. Strahlend blauer Himmel bei angenehm milden Temperaturen..


Wunderschöne Aussicht auf eine wunderschöne Stadt ;-)

Sicht leicht nach links nach Croix Rousse, das Seidenweberquartier

Optisch sind wir ziemliche Gegensätze ;-) Trotzdem verbrachten wir eine tolle Zeit zusammen!!



Auch am Montag freute sich jemand über das süsse Kätzchen. Patricia war von ihrem Wochenende in Deutschland zurückgekehrt und packte ihren Koffer zusammen mit dem süssen Tierchen aus ;-)

Jetzt ist es leider wieder bei seinen richtigen Besitzern.. Schade eigentlich..

dimanche, novembre 19, 2006

Beaujolais Nouveau

Am Donnerstag vor einer Woche kam der offizielle Beaujolais Nouveau, der Beaujolais des Jahres 2006 heraus. In ganz Lyon und in der Region Beaujolais/Mâcon wurde dies kräftig gefeiert. Der Wein ist natürlich noch jung und noch nicht so kräftig wie die älteren Weine, aber er ist schon richtig gereift, also kein Sauser mehr, wie ich mir das in etwa vorgestellt hatte. ;-) Am Samstag dann, organisierte die Uni einen Ausflug in die Weinregion für alle Erasmusstudenten. Wir fuhren schon um 7.15 in Lyon los, damit wir auch ja schon früh morgens Wein degustieren konnten. Nach einem Weinmuseum mit allerlei Animation war um 11 Uhr die erste Degustation angesagt.. ;-)

Unsere erste Station war der "Hameau du Vin", das Museum über die Beaujolaisregion. Es waren alle noch etwas müde von der Carfahrt.

Lucie, Cristina, Miska, Romana, Diewertje


3D-Kino im Weinmuseum und danach folgte schon die 1. Degustation um 11.00 Uhr ;-)


Ria, Cristina, Miska, Lucie und Tanja


Nach der Weindegustation gings weiter im Car nach Mâcon, wo wir ein typisch regionales Mittagessen serviert bekamen. Vorspeise: Terrine avec foie gras ;-)

Die Erasmusstudentinnen von IUP Management! ;-) Diewertje, Ria, Miska, Cristina, Romana et moi..

Nach dem Mittagessen in Mâcon hatten wir noch einwenig Zeit um uns an der nahegelegenen Saone zu vergnügen. Die Fotographin wollte uns immer weiter nach hinten schicken.. ;-)
















Diew, Cristina und Romana schauten von der Ferne zu, wie wir am Ufer rangelten. Mit unseren Begleiterinnen, den Tutricen Laure et Alexandrine mussten Tanja, ich und Sabine auch noch ein Erinnerungsfoto schiessen..



Schattenspiele...
Unsere letzte Station war ein Weinkeller für eine erneute Degustation. Viel Wein bekamen wir wir aber nicht zu probieren.. ;-( Naja, er war eh nicht so überzeugend!!


Tanja und David im Cave vor ihrer grossen Liebe ;-)


Auch für Cristina, Diew, Miska, Betti, Romana und Lucie waren die grossen Fässer faszinierend.